Pressehütte Mutlangen

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ortsverband Sindelfingen

Verabschiedet am 30.6.2014 auf der Ortsmitgliederversammlung

Willkommen in Sindelfingen

Flüchtlinge fliehen in aller Welt vor Krieg und Bürgerkrieg, Hunger und Klimakatastrophen, Rassismus und Diskriminierung, Folter und unmenschliche Behandlung. Die katastrophalen Zustände in Syrien, Afghanistan, im Südsudan und aktuell im Irak zwingen die Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen. Der internationalen Gemeinschaft fehlt es oft an Willen und Anstrengung, politische Lösungen voranzutreiben. Nur wenigen Flüchtlingen  gelingt es nach Europa zu fliehen. Viele ertrinken auf der Flucht im Mittelmeer, sterben qualvoll  in Containern oder verbluten in Drahtzäunen. In Europa erwarten sie dann oft menschenunwürdige Zustände.

Deutschland ist gefordert, sich auf europäischer Ebene für ein gemeinsames Aufnahmeprogramm stark zu machen. Wir dürfen die Nachbarstaaten in den Krisenregionen nicht alleine lassen. Wir brauchen eine solidarische, verantwortungsbewusste und menschliche Flüchtlingspolitik. Deshalb setzen wir uns für eine faire und großzügige Aufnahme dieser Menschen bei uns ein.

In Sindelfingen, einer wohlhabenden Stadt in einem reichen Land, kann uns das gut gelingen. Schon einmal hat Sindelfingen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs innerhalb weniger Jahre Tausende Vertriebene, die mit nicht viel mehr als was sie am Leib trugen gekommen sind, in einer zerstörten Stadt mit katastrophalen wirtschaftlichen Bedingungen aufgenommen und integriert. In den sechziger Jahren haben dann so genannte Gastarbeiter aus südeuropäischen Ländern und der Türkei geholfen, den Mangel an Arbeitskräften zu beheben und unseren Wohlstand zu mehren. Heute können wir zufrieden und selbstbewusst auf das friedliche Zusammenleben von Menschen aus vielen Ländern, aus unterschiedlichen Kulturkreisen und Religionen blicken. Sie alle haben unsere Kultur bereichert. Das haben wir im letzten Jahr auch im Musical "Sirenen der Heimat" gefeiert.

Auch wenn Deutschland mittlerweile ein Einwanderungsland ist und aufgrund seiner demographischen Situation auf die Zuwanderung  qualifizierter Arbeitskräfte und Familien aus dem Ausland angewiesen ist, steht die dauerhafte Aufnahme der geflüchteten Menschen nicht im Vordergrund. Damit das friedliche Zusammenleben und die Integration der Flüchtlinge gelingt, bedarf es einer Unterbringung in unserer Mitte, die nicht zu einer Ghettoisierung führt und keine sozialen Außenseiter schafft. Deshalb begrüßen wir eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge in unseren Stadtteilen. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass sie die deutsche Sprache frühzeitig erlernen können und mit unserer Kultur und den Grundregeln einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft vertraut gemacht werden. Die Würde dieser Menschen gebietet es, dass sie nicht zum Nichtstun und zur Langeweile verurteilt sind. Wir müssen uns deshalb um sinnvolle Tätigkeiten in gemeinnützigen Aufgaben bis hin zur Arbeitserlaubnis kümmern. Eine größere Zahl von Selbstversorgern würde nicht nur der besseren Integration dienen, sondern auch Vorwände aus dem Feld räumen, Flüchtlinge seien faul und lebten auf Kosten anderer.

Die Flüchtlinge, die demnächst in unsere Stadt kommen, brauchen unsere Unterstützung, damit sie ihr Leben so früh wie möglich selbst in die Hand nehmen können. Dafür benötigen wir zivilgesellschaftliches Engagement. Dazu kann jeder und jede Einzelne beitragen.

Wir wollen uns dafür einsetzen, dass Flüchtlinge in unserer Mitte gut aufgenommen werden und in Sindelfingen willkommen sind.
 

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Wir kämpfen für mehr soziale Gerechtigkeit und ein Land der gleichen Chancen für alle Kinder.

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Wir sorgen für ein friedliches Zusammenleben und eine gute Integration.

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